27. Sep. 2026
Die Landtagswahl am 6. September hat gezeigt: Sachsen-Anhalt und auch Zerbst ist ein Ort mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen, Erwartungen und politischen Vorstellungen. Das Wahlergebnis kann dabei auch als Ausdruck einer zunehmenden gesellschaftlichen Distanz verstanden werden. Umso wichtiger sind der gesellschaftliche Austausch und das Gespräch über unterschiedliche Perspektiven. Gerade vor Ort stellt sich dabei die Frage, wie wir miteinander leben wollen.
Zerbst ist Heimat für Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten, Erfahrungen und familiären Wurzeln – Menschen aus zahlreichen Ländern leben hier und gestalten die Stadt mit. Diese Vielfalt gehört längst zum Alltag und ist zugleich eine Einladung, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Unter dem Dach der diesjährigen bundesweiten Interkulturellen Woche finden deshalb Ende September und Anfang Oktober drei Veranstaltungen in Zerbst statt. Sie nähern sich dem Thema Heimat auf ganz unterschiedliche Weise: im gemeinsamen Gespräch, beim Essen und über die Musik. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Begegnung – das gegenseitige Kennenlernen, Zuhören und die Erfahrung, dass Vielfalt eine Gesellschaft bereichern kann.
Was bedeutet Heimat? Wo beginnt sie und kann man mehr als eine Heimat haben? Diesen Fragen widmen sich die Veranstaltungen und laden dazu ein, persönliche Erfahrungen miteinander zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Den Auftakt macht am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr in der Essenzenfabrik die Veranstaltung „Sprechen & Zuhören – was bedeutet Heimat für mich?“. Gemeinsam soll darüber gesprochen werden, was Menschen mit Heimat verbinden – einen Ort, eine Sprache, Musik, Erinnerungen, Menschen oder ein bestimmtes Gefühl. Im Anschluss sind alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Kaffetrinken eingeladen. Wer möchte, kann dazu etwas mitbringen.
Veranstalter ist Zerbst gemeinsam – für Demokratie und Vielfalt e. V.
Am Mittwoch, 30. September, um 15 Uhr wird an der Alten Brücke zu „Permanent breakfast – ANHALTendes Frühstück“ eingeladen. Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft sind eingeladen, gemeinsam zu essen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Jede und jeder kann etwas zum gemeinsamen Tisch beitragen. So soll ein vielfältiges Angebot entstehen, bei dem Begegnung, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen im Mittelpunkt stehen.
Veranstalter ist Kulturaktion e. V.
Musikalisch wird die Veranstaltungsreihe am Samstag, 3. Oktober, um 19 Uhr in der Essenzenfabrik abgeschlossen. Unter dem Titel „Heimat hat viele Klänge – Pinar Tatlikazan (Pina Berlin) in concert“ präsentiert die in Bursa geborene, in Istanbul aufgewachsene und heute in Berlin lebende Sängerin und Songwriterin Pinar Tatlikazan mit ihrem Trio eigene Kompositionen sowie Stücke aus ihrem Tributeprojekt für die türkische Sängerin Tülay German.
Tatlikazan verbindet dabei anatolische Volksmusik mit Jazz, Chanson und zeitgenössischen musikalischen Elementen. Eigene Arrangements, ungerade Rhythmen, neue Harmonien und Improvisationen machen das Konzert zu einem musikalischen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Der Eintritt beträgt 10 Euro. Veranstalter ist Essenzenfabrik e. V.
Die Zerbster Interkulturelle Woche unter der Schirmherrschft des Bürgermeisters Andreas Dittmann setzt mit ihren Veranstaltungen unterschiedliche Schwerpunkte, die aber ein gemeinsames Anliegen verfolgen: Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Begegnungen zu ermöglichen und Vielfalt als Bereicherung erlebbar zu machen. Die Interkulturelle Woche bietet dafür bundesweit den Rahmen – auch in Zerbst.
Termine im Überblick:
27. September 2026, 11 Uhr: „Sprechen & Zuhören – was bedeutet Heimat für mich?“ | Essenzenfabrik
30. September 2026, 15 Uhr: „Permanent breakfast – ANHALTendes Frühstück“ | Alte Brücke
3. Oktober 2026, 19 Uhr: „Heimat hat viele Klänge – Pinar Tatlikazan (Pina Berlin) in concert“ | Essenzenfabrik | Eintritt: 10 Euro
https://ikw-zerbst.de/
Intoleranz, Ausgrenzung und Nationalismus, ein autoritäres Staatsverständnis dürfen in unserer Stadt und in unserem Land, in Europa nie wieder Fuß fassen.
Wir, Menschen aus der Region mit verschiedenen Ansichten und parteipolitischen Präferenzen haben uns im Zerbster Bündnis für Demokratie zusammengeschlossen.
Wir setzen uns ein für ein gutes Zusammenleben in Zerbst, das für Menschen unterschiedlichster Herkunft Wohnort und Heimat ist, für eine weltoffene Gesellschaft, die integraler Bestandteil der Europäischen Union ist, die Gleichberechtigung und Solidarität anstrebt sowie auf Rechtsstaatlichkeit und freier Willensbildung beruht.
Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sie aktiv mitgestalten, sie lebt vom Engagement, den Ideen. Hierfür die Lust und Bereitschaft zu wecken und zu fördern, ist unser Anliegen. Denn von uns allen hängt es ab, in was für einer Gemeinschaft wir leben werden. Wir wollen, dass unsere Stadt ihr attraktives Gesicht behält und zukunftsfähig bleibt.
Wenn Sie sich für die Stärkung von Solidarität, Weltoffenheit, Toleranz, Menschenrechten und die Bewahrung der Natur engagieren möchten, laden wir Sie ein, sich uns anzuschließen.
kontakt@zerbster-buendnis-fuer-demokratie.de