16. April 1945 - Nie wieder ist jetzt

Eine musikalische Lesung zum Thema Frieden und Verantwortung

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde die Demokratie der Weimarer Republik endgültig zerstört. Was folgte, war ein Terrorregime, dessen Grausamkeit und Menschenverachtung bis heute erschüttern. Auch Zerbst wurde Teil dieser Geschichte: Am 16. April 1945 und in den darauffolgenden Tagen wurde die Stadt zerstört.

Der in Zerbst verantwortliche Kommandeur war nicht bereit zu kapitulieren. Die Folge war die Bombardierung der Stadt – so schildert es Udo Pfleghar in seinem Buch „Brückenkopf Zerbst“.

Doch hätte es anders kommen können? Selbst dort, wo Befehle das „Halten der Stellung oder Vernichtung“ fordern, bleiben Entscheidungen möglich. Entscheidungen, die Leben retten oder zerstören.

Haben wir aus der Geschichte gelernt? Die Erinnerung an die Schrecken des Krieges und an ihre Ursachen mahnt uns, wachsam zu sein gegenüber Entwicklungen, die ähnliche Wege einschlagen könnten – auch wenn sie anders erscheinen. „Nie wieder ist jetzt“ – dieser Satz ist mehr als ein Appell. Er erinnert uns daran, dass Verantwortung nicht erst im Rückblick beginnt, sondern im Hier und Heute. Er fordert uns auf, nicht zu schweigen, nicht wegzusehen, sondern Haltung zu zeigen, wenn Menschenwürde, Freiheit und Frieden bedroht sind.

Gerade wir in Deutschland tragen eine besondere Verantwortung: für den Frieden, für das Erinnern, für das Handeln.

Im Mittelpunkt des Abends stehen Zeitzeugenberichte aus dem damaligen Zerbst – Stimmen, die das Erlebte nicht vergessen lassen. Ergänzt werden sie durch Texte, ausgewählt und gelesen von Menschen aus Zerbst, die sich der Demokratie verpflichtet fühlen. Vielleicht finden wir in ihren Worten Antworten auf die drängende Frage, wie wir Kriege verhindern können.

Im Namen des Gemeindevorstandes von Sankt Bartholomäi eröffnet Agnes-Almuth Griesbach den Abend, gefolgt von einem Grußwort von Andreas Dittmann.

Für die musikalische Begleitung sorgen die Kirchenmusiker/in Susanne und Steffen Klimmt.

Die Lesung ist eine Veranstaltung des Zerbster Bündnisses für Demokratie und Vielfalt und findet am 16. April um 18 Uhr in der Kirche St. Bartholomäi statt.

Nie wieder ist jetzt

Intoleranz, Ausgrenzung und Nationalismus, ein autoritäres Staatsverständnis dürfen in unserer Stadt und in unserem Land, in Europa nie wieder Fuß fassen.

Wir, Menschen aus der Region mit verschiedenen Ansichten und parteipolitischen Präferenzen haben uns im Zerbster Bündnis für Demokratie zusammengeschlossen.

Wir setzen uns ein für ein gutes Zusammenleben in Zerbst, das für Menschen unterschiedlichster Herkunft Wohnort und Heimat ist, für eine weltoffene Gesellschaft, die integraler Bestandteil der Europäischen Union ist, die Gleichberechtigung und Solidarität anstrebt sowie auf Rechtsstaatlichkeit und freier Willensbildung beruht.

Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sie aktiv mitgestalten, sie lebt vom Engagement, den Ideen. Hierfür die Lust und Bereitschaft zu wecken und zu fördern, ist unser Anliegen. Denn von uns allen hängt es ab, in was für einer Gemeinschaft wir leben werden. Wir wollen, dass unsere Stadt ihr attraktives Gesicht behält und zukunftsfähig bleibt.

Wenn Sie sich für die Stärkung von Solidarität, Weltoffenheit, Toleranz, Menschenrechten und die Bewahrung der Natur engagieren möchten, laden wir Sie ein, sich uns anzuschließen.


kontakt@zerbster-buendnis-fuer-demokratie.de

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