09. Nov. 2026
Zum Gedenken an die Opfer der antisemitischen Verbrechen und des nationalsozialistischen Völkermordes, der auch in Zerbst stattfand, lädt das Zerbster Bündnis für Demokratie anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung ein.
Im Anschluss an das jährliche Pogromgedenken um 15.00 Uhr findet um 16.00 Uhr ein historischer Erinnerungsrundgang zu den Stolpersteinen in Zerbst statt. Die Historikerin Agnes Griesbach wird die Teilnehmenden zu den einzelnen Stationen führen und dort an die Menschen erinnern, die Opfer der antisemitischen Verfolgung und der nationalsozialistischen Verbrechen wurden.
Der Rundgang beginnt an der Rolandstatue auf dem Markt und führt über die Stationen Markt 19, Breite Straße 1, Alte Brücke 12 und 19 sowie Mühlenbrücke 14. An den Orten, an denen die Stolpersteine verlegt sind, wird Agnes Griesbach vom Schicksal der Menschen berichten, deren Namen dort im Pflaster verewigt sind.
Im Anschluss an den Erinnerungsrundgang findet im Kunstfenster auf der Breite 12 ein Vortrag statt. Darin wird die Entwicklung vom Ende der Weimarer Demokratie bis zur Zerstörung der Synagogen, jüdischen Geschäfte und Wohnungen während der Reichspogromnacht am 9. November 1938 beleuchtet.
Geschichte wiederholt sich nicht einfach. Dennoch ist es sinnvoll und notwendig, aus der historischen Betrachtung zu lernen. Die Auseinandersetzung mit den Ursachen und Entwicklungen des Nationalsozialismus hilft, Veränderungen und Verschiebungen im gesellschaftlichen und politischen Gefüge frühzeitig wahrzunehmen und ihnen entgegenzutreten.
Das Erinnern an die Opfer ist zugleich Mahnung und Auftrag, sich für Demokratie, Menschenwürde und ein solidarisches Miteinander einzusetzen.
Beginn 16 Uhr
Treffpunkt: Rolandstatue auf dem Markt in Zerbst, oder ca. 17 Uhr Kunstfenster
Eine Veranstaltung des Zerbster Bündnis für Demokratie
Intoleranz, Ausgrenzung und Nationalismus, ein autoritäres Staatsverständnis dürfen in unserer Stadt und in unserem Land, in Europa nie wieder Fuß fassen.
Wir, Menschen aus der Region mit verschiedenen Ansichten und parteipolitischen Präferenzen haben uns im Zerbster Bündnis für Demokratie zusammengeschlossen.
Wir setzen uns ein für ein gutes Zusammenleben in Zerbst, das für Menschen unterschiedlichster Herkunft Wohnort und Heimat ist, für eine weltoffene Gesellschaft, die integraler Bestandteil der Europäischen Union ist, die Gleichberechtigung und Solidarität anstrebt sowie auf Rechtsstaatlichkeit und freier Willensbildung beruht.
Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sie aktiv mitgestalten, sie lebt vom Engagement, den Ideen. Hierfür die Lust und Bereitschaft zu wecken und zu fördern, ist unser Anliegen. Denn von uns allen hängt es ab, in was für einer Gemeinschaft wir leben werden. Wir wollen, dass unsere Stadt ihr attraktives Gesicht behält und zukunftsfähig bleibt.
Wenn Sie sich für die Stärkung von Solidarität, Weltoffenheit, Toleranz, Menschenrechten und die Bewahrung der Natur engagieren möchten, laden wir Sie ein, sich uns anzuschließen.
kontakt@zerbster-buendnis-fuer-demokratie.de