27. Sep. 2026
Die Landtagswahl am 6. September hat gezeigt: Sachsen-Anhalt und auch Zerbst ist ein Ort mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen, Erwartungen und politischen Vorstellungen. Das Wahlergebnis kann dabei auch als Ausdruck einer zunehmenden gesellschaftlichen Distanz verstanden werden. Umso wichtiger sind der gesellschaftliche Austausch und das Gespräch über unterschiedliche Perspektiven. Gerade vor Ort stellt sich dabei die Frage, wie wir miteinander leben wollen.
Zerbst ist Heimat für Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten, Erfahrungen und familiären Wurzeln – Menschen aus zahlreichen Ländern leben hier und gestalten die Stadt mit. Diese Vielfalt gehört längst zum Alltag und ist zugleich eine Einladung, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Unter dem Dach der diesjährigen bundesweiten Interkulturellen Woche finden deshalb Ende September und Anfang Oktober drei Veranstaltungen in Zerbst statt. Sie nähern sich dem Thema Heimat auf ganz unterschiedliche Weise: im gemeinsamen Gespräch, beim Essen und über die Musik. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Begegnung – das gegenseitige Kennenlernen, Zuhören und die Erfahrung, dass Vielfalt eine Gesellschaft bereichern kann.
Was bedeutet Heimat? Wo beginnt sie und kann man mehr als eine Heimat haben? Diesen Fragen widmen sich die Veranstaltungen und laden dazu ein, persönliche Erfahrungen miteinander zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Den Auftakt macht am Sonntag, 27. September, um 15 Uhr in der Essenzenfabrik die Veranstaltung „Sprechen & Zuhören – was bedeutet Heimat für mich?“. Gemeinsam soll darüber gesprochen werden, was Menschen mit Heimat verbinden – einen Ort, eine Sprache, Musik, Erinnerungen, Menschen oder ein bestimmtes Gefühl. Im Anschluss sind alle Teilnehmenden zu einem gemeinsamen Kaffetrinken eingeladen. Wer möchte, kann dazu etwas mitbringen.
Veranstalter ist Zerbst gemeinsam – für Demokratie und Vielfalt e. V.
Am Mittwoch, 30. September, um 15 Uhr wird an der Alten Brücke zu „Permanent breakfast – ANHALTendes Frühstück“ eingeladen. Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft sind eingeladen, gemeinsam zu essen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Jede und jeder kann etwas zum gemeinsamen Tisch beitragen. So soll ein vielfältiges Angebot entstehen, bei dem Begegnung, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen im Mittelpunkt stehen.
Veranstalter ist Kulturaktion e. V.
Musikalisch wird die Veranstaltungsreihe am Samstag, 3. Oktober, um 19 Uhr in der Essenzenfabrik abgeschlossen. Unter dem Titel „Heimat hat viele Klänge – Pinar Tatlikazan (Pina Berlin) in concert“ präsentiert die in Bursa geborene, in Istanbul aufgewachsene und heute in Berlin lebende Sängerin und Songwriterin Pinar Tatlikazan mit ihrem Trio eigene Kompositionen sowie Stücke aus ihrem Tributeprojekt für die türkische Sängerin Tülay German.
Tatlikazan verbindet dabei anatolische Volksmusik mit Jazz, Chanson und zeitgenössischen musikalischen Elementen. Eigene Arrangements, ungerade Rhythmen, neue Harmonien und Improvisationen machen das Konzert zu einem musikalischen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Der Eintritt beträgt 10 Euro. Veranstalter ist Essenzenfabrik e. V.
Die Zerbster Interkulturelle Woche unter der Schirmherrschft des Bürgermeisters Andreas Dittmann setzt mit ihren Veranstaltungen unterschiedliche Schwerpunkte, die aber ein gemeinsames Anliegen verfolgen: Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, Begegnungen zu ermöglichen und Vielfalt als Bereicherung erlebbar zu machen. Die Interkulturelle Woche bietet dafür bundesweit den Rahmen – auch in Zerbst.
Termine im Überblick:
27. September 2026, 11 Uhr: „Sprechen & Zuhören – was bedeutet Heimat für mich?“ | Essenzenfabrik
30. September 2026, 15 Uhr: „Permanent breakfast – ANHALTendes Frühstück“ | Alte Brücke
3. Oktober 2026, 19 Uhr: „Heimat hat viele Klänge – Pinar Tatlikazan (Pina Berlin) in concert“ | Essenzenfabrik | Eintritt: 10 Euro
https://ikw-zerbst.de/
Das Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt hat eine neue Broschüre "Kennzeichen des Rechtsextremismus" veröffentlicht.
29. Aug. 2026
Unter dem Titel „WahlEssen in Zerbst: Gemeinsam essen, miteinander reden, Demokratie gestalten“ laden wir alle herzlich am kommenden Samstag, 29. August 2026, von 11.00 bis 15.00 Uhr auf die Alten Brücke in Zerbst ein.
Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam essen, miteinander ins Gespräch kommen und über die politischen Fragen sprechen möchten, die für unser Land und unsere Gesellschaft wichtig sind. Wer möchte, kann gern etwas zu essen aus der eigenen Küche mitbringen und so zu einem gemeinsamen, vielfältigen Buffet beitragen. Im Mittelpunkt steht der offene und persönliche Austausch: Welche Themen bewegen die Menschen in Zerbst und Sachsen-Anhalt? Welche politischen Fragen sind ihnen besonders wichtig? Und welche Vorstellungen gibt es von der Zukunft unseres Landes?
Begleitend zum WahlEssen ist die Ausstellung „Hallo KI – wen wähle ich in Sachsen-Anhalt?“ zu sehen. Auf acht Tafeln beschäftigt sie sich auf ungewöhnliche und anschauliche Weise mit den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien zur Landtagswahl.
Mithilfe Künstlicher Intelligenz werden zentrale politische Aussagen aus den Wahlprogrammen in Bilder möglicher Zukunftsszenarien für Sachsen-Anhalt übersetzt. Dadurch werden politische Vorstellungen sichtbar und miteinander vergleichbar.
Dabei gibt die die Ausstellung ausdrücklich keine Wahlempfehlung. Sie regt vielmehr dazu an, politische Positionen zu hinterfragen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken und miteinander darüber ins Gespräch zu kommen.
Mit dem „WahlEssen“ möchte das Zerbster Bündnis für Demokratie einen offenen Ort der Begegnung und des demokratischen Austauschs schaffen. Gemeinsam essen, zuhören, nachfragen, diskutieren und sich eine eigene Meinung bilden – darum geht es
Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele vorbeischauen würden!
21. Aug. 2026
Gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt laden wir Euch ein zu einem anregenden Gesprächsabend mit vielen unterschiedlichen Perspektiven und anschließendem Austausch.
Drei sehr unterschiedliche Gäste richten dabei den Blick auf eine gemeinsame Frage: Was brauchen wir, um aus Geschichte zu lernen und unsere demokratische Zukunft aktiv zu gestalten?
Dr. Gero Fedtke, Leiter der Gedenkstätte für die Opfer des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge, spricht über historische Erinnerung und ihre Bedeutung für die Gegenwart.
Die Schriftstellerin Monika Ehrhardt-Lakomy, Schöpferin des „Traumzauberbaums“, erzählt von der Kraft der Geschichten, der kulturellen Erinnerung und der menschlichen Vorstellungskraft.
Der Autor und Aktivist Arne Semsrott (zugeschaltet) liest aus seinem aktuellen Buch „Gegenmacht – Die Zivilgesellschaft schlägt zurück“ und zeigt, welche Handlungsmöglichkeiten eine engagierte demokratische Zivilgesellschaft besitzt.
Im moderierten Gespräch verbinden wir die Perspektiven und wollen mit den Podiumsgästen und Euch in den Austausch kommen.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Zerbster Bündnis für Demokratie und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.
Freitag 21. August, Essenzen Fabrik, Zerbst
Der Eintritt ist frei.
Ausschlussklausel
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch sexistische, rassistische, queer feindliche, nationalistische, antisemitische, antimuslimische, ableistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen und Symboliken in Erscheinung getreten sind, die Teilnahme an der Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
14. Aug. 2026
Das Zerbster Bündnis für Demokratie, der SPD Ortsverein Zerbst/Anhalt, der Ortsverein Bündnis 90 / Die Grünen und weitere Veranstalter laden am 14. August von 16 Uhr bis 19 Uhr am Roten Garten in Zerbst/Anhalt zu einem Fest für Demokratie und Vielfalt ein.
„In Sachsen-Anhalt steht eine wichtige Wahl an. Viele Leute blicken mit Sorge auf den 6. September. Mit diesem Fest laden wir die Menschen ein, sich auszutauschen und sich zu vernetzen“, sagt Silke Schmidt-Dittmann, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Zerbst/Anhalt. Für Musik sorgen die Zerbster Bands Fassi & Friends, Millane, Eve Kienasts und AnderCover. Ebenfalls mit dabei ist die Kulturaktion Zerbst e. V. mit einem Mitmachangebot.
Zum einen ist dieses Fest eine gute Gelegenheit mit Mitgliedern des Landtags wie Armin Willingmann (SPD) und Cornelia Lüddemann (Bündnis 90 / Die Grünen) und Direktkandidaten wie Luise Globig und Tobias Böttcher für den neu zu wählenden Landtag bei guter Musik an einem besonderen historischen Ort ins Gespräch zu kommen.
Zum anderen möchten wir mit diesem Fest ein Zeichen gegen Rechts setzen. So wird die Vorsitzende des VVN-BDA Gisela Döring vor Ort sein. Sie tritt seit Jahren für Demokratie und gegen Faschischmus und Rechtsradikalismus ein.
06. Aug. 2026
Das Zerbster Bündnis für Demokratie startet am Donnerstag, 6. August, um 17.00 Uhr am Dicken Turm in Zerbst seine besondere Wahlkampagne.
Im Mittelpunkt steht eine Plakataktion, an der sich Menschen aus Zerbst und dem Umland beteiligt haben. Die Protagonistinnen und Protagonisten kommen aus unterschiedlichen Berufen, Lebenswelten und haben unterschiedliche politische Überzeugungen. Was sie verbindet, ist ihr gemeinsames Bekenntnis zur Demokratie. Mit ihrem Gesicht und einer persönlichen Botschaft werben sie dafür, bei der bevorstehenden Landtagswahl demokratisch zu wählen.
Zu den Beteiligten gehören unter anderem der Landwirt Kees de Vries, der Kinderarzt Dr. Andreas Köhler, die Schulleiterin Kerstin Tzanis, die Schulsozialarbeiterin Janet Gudella sowie die Psychotherapeutin Nancy Recker. In den kommenden Wochen werden ihre Porträts auf Plakaten im Stadtgebiet zu sehen sein. Jede und jeder beantwortet dabei mit einem persönlichen Satz die Frage, warum sie oder er demokratische Parteien wählen. So sagt ein Teilnehmer: „Ich wähle demokratisch, weil alle Kinder eine Chance verdienen.“ Ein anderer Teilnehmer begründet seine Entscheidung mit den Worten: „… weil Menschen unterschiedlicher Herkunft ganz selbstverständlich zu unserem Team gehören.“
Die Kampagne ist Teil einer gemeinsamen Aktion mehrerer Demokratie-Bündnisse in Aken, Köthen und Bitterfeld. Auch dort werden die Motive auf Plakaten, in Faltblättern sowie über die Social-Media-Kanäle der Bündnisse veröffentlicht. So entsteht eine regionale Kampagne, die zeigt, wie vielfältig das Engagement für Demokratie in Anhalt ist. Auftakt ist am Donnerstag, 6. August, um 17.00 Uhr am Dicken Turm in Zerbst. In Anwesenheit mehrerer Mitwirkender wird die Kampagne vorgestellt und die ersten Plakate aufgehängt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde die Demokratie der Weimarer Republik endgültig zerstört. Was folgte, war ein Terrorregime, dessen Grausamkeit und Menschenverachtung bis heute erschüttern. Auch Zerbst wurde Teil dieser Geschichte: Am 16. April 1945 und in den darauffolgenden Tagen wurde die Stadt zerstört.
Der in Zerbst verantwortliche Kommandeur war nicht bereit zu kapitulieren. Die Folge war die Bombardierung der Stadt – so schildert es Udo Pfleghar in seinem Buch „Brückenkopf Zerbst“.
Doch hätte es anders kommen können? Selbst dort, wo Befehle das „Halten der Stellung oder Vernichtung“ fordern, bleiben Entscheidungen möglich. Entscheidungen, die Leben retten oder zerstören.
Haben wir aus der Geschichte gelernt? Die Erinnerung an die Schrecken des Krieges und an ihre Ursachen mahnt uns, wachsam zu sein gegenüber Entwicklungen, die ähnliche Wege einschlagen könnten – auch wenn sie anders erscheinen. „Nie wieder ist jetzt“ – dieser Satz ist mehr als ein Appell. Er erinnert uns daran, dass Verantwortung nicht erst im Rückblick beginnt, sondern im Hier und Heute. Er fordert uns auf, nicht zu schweigen, nicht wegzusehen, sondern Haltung zu zeigen, wenn Menschenwürde, Freiheit und Frieden bedroht sind.
Gerade wir in Deutschland tragen eine besondere Verantwortung: für den Frieden, für das Erinnern, für das Handeln.
Im Mittelpunkt des Abends stehen Zeitzeugenberichte aus dem damaligen Zerbst – Stimmen, die das Erlebte nicht vergessen lassen. Ergänzt werden sie durch Texte, ausgewählt und gelesen von Menschen aus Zerbst, die sich der Demokratie verpflichtet fühlen. Vielleicht finden wir in ihren Worten Antworten auf die drängende Frage, wie wir Kriege verhindern können.
Im Namen des Gemeindevorstandes von Sankt Bartholomäi eröffnet Agnes-Almuth Griesbach den Abend, gefolgt von einem Grußwort von Andreas Dittmann.
Für die musikalische Begleitung sorgen die Kirchenmusiker/in Susanne und Steffen Klimmt.
Die Lesung ist eine Veranstaltung des Zerbster Bündnisses für Demokratie und Vielfalt und findet am 16. April um 18 Uhr in der Kirche St. Bartholomäi statt.
Paul Geigerzähler braucht keine Showeffekte. Er stellt sich hin, nimmt die Geige, das Wort und trifft genau da, wo es wehtut und gut tut. Seine Songs sind politisch, direkt und voller Haltung, mal wütend, mal zerbrechlich, immer 100% echt. Er singt über das, was schiefläuft, und das, was trotzdem Hoffnung macht. Über die Menschen, die aufstehen, und über Momente, in denen man einfach weiterspielen muss, egal wie stark der Gegenwind ist.
Ganz früher, als in Berlin noch diese seltsame Betonwand herumstand, wurde in Budyšin ein Kind geboren, das früh die musikpädagogischen Errungenschaften der Deutschen Demokratischen Republik geniessen und Geige spielen wollte, durfte, sollte, musste.
Die Betonwand fiel um. Paul schnitt sich einen Iro, schmiss die Schule und begann eine Lehre als Hausbesetzer. Er warf die Geige an die Wand, besorgte sich aber bald eine neue, weil er zu faul war, Gitarre zu lernen. Mit dieser spielte er in den 90ern in Bands mit lustigen Namen wie Köterkacke. Nachdem diese sich auflösten, fing er aus langer Weile an solo Musik zu machen. Ein Name musste her, Geigerzähler passte ganz gut und als eben jener tourt er seit 2003 meist durch den deutschen Sprachraum, spielte aber auch schon mal in Tel Aviv, Ramallah oder New York.
Zum reinhören: https://geigerzaehler.info/
Der Geigerzähler spielt am 27. Februar um 19 Uhr in der Essenzen-Fabrik (Kastanienallee 6 / Zerbst).
Im Anschluss an das Konzert besteht die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch mit dem Musiker.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
Seit 50 Jahren findet die interkulturelle Woche (IKW) in Deutschland statt – ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Vielfalt und gegenseitigen Respekt. Die Interkulturelle Woche in Zerbst bietet ein vielfältiges Programm aus Kultur, Begegnung und Austausch. „Dafür“ lautet in diesem Jahr das Motto der IKW. Mit einem großen Fest, Workshops, einem Lesekonzert, kulinarischen Angeboten sowie Diskussionen und Gesprächen füllen zahlreiche Menschen aus Zerbst das diesjährige Motto der IKW mit Leben. Ein kraftvolles Statement für Vielfalt, Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Schirmherr der Interkulturellen Woche in Zerbst ist Bürgermeister Andreas Dittmann.
Sonntag 21.09.25 16 Uhr
Auftaktveranstaltung „Sommerfest der Kulturen“
Grußwort des Schirmherren, Workshops, Musik, Essen
Wo: Essenzen-Fabrik
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Dienstag 23.09.25 18 Uhr
Lebens- und Lerngeschichten einer Heiratsmigrantin
Erlebnisberichte und Gespräch mit Serap Ilhhan-Herkert
Stadtbibliothek Zerbst
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Mittwoch 24.09.25 16-20 Uhr
Interkulturelle Vielfalt kreativ zum Ausdruck bringen
Gemeinsames Abendessen/Picknick, zum Abschluss gemeinsames Singen und Tanzen
Wo: Kreisvolkshochschule Zerbst
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Donnerstag 25.09.25 14 Uhr
Zusammen sind wir kunterbunt
Abschlussveranstaltung der Projektwoche im Hort mit Musik und typischem Essen aus den Ländern der Hortkinder
Wo: Hort „Kunterbunt“
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Freitag 26.09.25 19 Uhr
Bausteine einer gelebten Willkommenskultur – Was braucht unsere Gesellschaft?
Podiumsgespräch
Wo: Bankettsaal / Rephuns Garten
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Sonntag 28.09.25 9 Uhr
Licht & Bewegung
Eine Radreise zu den Lichtungskirchen im Vorfläming Zum Abschluss: internationale Gebäckspezialitäten in Mühlsdorf
Wo: Zerbst und Umgebung
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Donnerstag 02.10.25 18 Uhr
Gegen den Wind atmen
Lesekonzert und Zeitzeugengespräch in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Miteinander e.V.
Wo: Essenzen-Fabrik
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Mittwoch 08.10.25 18-21 Uhr
Kulinarische Reise in die Türkei
Türkische Speisen selber zubereiten
Wo: Kreisvolkshochschule Zerbst
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22. Feb. 2025
Zu einem internationalen Kurzfilmnachmittag im Rahmen der Kulturfesttage lädt das Zerbster Bündnis für Demokratie am Samstag, den 22. Februar um 16.00 Uhr in die Essenzenfabrik ein. Gezeigt werden Filme von Frauen aus Afghanistan, Syrien, Iran und der Ukraine, die in den vergangenen Jahren in Magdeburg und Umgebung Zuflucht gefunden haben vor Krieg und Verfolgung.
Im Rahmen eines Filmprojektes des Offenen Kanals Magdeburg drehten die Frauen mit professioneller Unterstützung autobiografische Kurzfilme. „Mit eigenen Augen“ blicken sie auf die Geschehnisse in ihren Heimatländern, erinnern sich an ihre Kindheit und Jugend in Zeiten von Krieg und Zerstörung, berichten humorvoll von Missverständnissen in der interkulturellen Kommunikation, widmen Geschichten ihrer Familie in der Heimat und zeigen ihr Leben in Deutschland.
Die Filme tragen dazu bei, Empathie zu wecken und das Verständnis für die Herausforderungen und Erfahrungen von Menschen mit Fluchthintergrund zu vertiefen.
Dabei haben die Zuschauer auch die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen, eine bereichernde kulturelle Vielfalt zu erleben und Frauen kennenzulernen, die mit beeindruckender Stärke ihr Leben meistern. Die Filmemacherinnen sind bei der Veranstaltung anwesend und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.
Ort: Essenzen-Fabrik, Kastanienallee 6, Zerbst
Zeit: Samstag, 22. Februar 16 Uhr
05. Feb. 2025
Am Mittwoch, 5. Februar wird der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland, der Politikwissenschaftler Jens Lattke, in Zerbst zu Gast sein. Auf Einladung des Zerbster Bündnis für Demokratie wird er ab 19 Uhr einen kurzen Vortrag im Kulturkeller (Breite 12) halten zum Thema „Gerechtigkeit und Frieden im Angesicht von Kriegen – Dilemmata und Perspektiven“. Nach dem Vortrag können Fragen gestellt werden. Lattke kann auch Anregungen geben zu Fragen rund um Pazifismus und Friedensverhandlungen. Was bedarf es, damit es zu Verhandlungen kommt, wie laufen solche Verhandlungen ab und was können Ergebnisse sein.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.
Ort: Zerbst, Kulturkeller, Breite 12
Zeit: Mittwoch, 5. Februar um 19 Uhr
27. Jan. 2025
Stolpersteine, kleine Gedenktafeln aus Messing, liegen im Straßenpflaster auf Gehwegen an verschiedenen Orten in Zerbst. Sie erinnern an die letzten frei gewählten Wohnungen von Zerbster Bürgerinnen und Bürgern, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben.
Zum Besuch einiger Stolpersteine lädt das Zerbster Bündnis für Demokratie am Montag, 27. Januar ab 16 Uhr unter Leitung von Agnes Almuth Griesbach ein. Startpunkt ist das Museum der Stadt Zerbst am Weinberg 1. Der Weg führt vom ehemaligen Franziskanerkloster durch die Brüderstraße, vorbei am Standort der ehemaligen Synagoge an der Ecke Brüderstraße/Wolfsbrücke über die Breite, Fritz-Brandt-Straße, Alte Brücke und den Markt zur Ruine der Nicolaikirche an deren Nordost-Ecke seit 2023 ein Denkmal für die Menschenwürde steht, das die Namen vieler Zerbster Bürgerinnen und Bürger trägt, die in Konzentrationslagern ermordet wurden. Dabei wird erinnert an die Geschichte von Frauen, Männern und Kindern unserer Stadt.
Insgesamt 41 solche Stolpersteine erinnern in Zerbst an ehemalige Nachbarn, Freunde und Bekannte. Im Zerbster Heimatkalender des Jahres 1960 erinnerte Hermann Fräßdorf die Pogrome in unserer Stadt wie folgt:
„Ich erinnere mich noch sehr gut an diese furchtbare Nacht. Ich habe damals beim Viehhändler Max Wachtel, der Jude war, in der Leopoldstraße 5, der jetzigen Karl-Marx-Straße, gewohnt. An diesem Tage, es war der 9. November 1938, kam ich um 22.15 Uhr nach Hause. Meine Frau erzählte mir, daß sie in Paris jemand erschossen hätten. Damals kannte ich die Zusammenhänge nicht, und wir legten deshalb der Sache keine große Bedeutung bei. Kaum hatten wir eine Stunde geschlafen, da ging auf der Straße ein furchtbarer Spektakel los: Der erste Trupp Faschisten kam, mit Steinen bewaffnet. Unter dem Gegröl >ihr Judenschweine, ihr Judensäue, raus mit euch!< warfen sie sämtliche Fensterscheiben entzwei. Auch die Scheiben des Bücherrevisors Lomsché, der kein Jude war, mußten daran glauben. Herr und Frau Wachtel kamen zu uns herunter. Wir warteten ab, was weiter geschah. Als der Trupp wieder abgerückt war, gingen wir zu Wachtels in die Wohnung und ließen sämtliche Rolläden herunter. Herr Lomsché hatte bei der Polizei angerufen, aber niemand kam: Man hatte angeblich keine Zeit. Wir legten uns darauf hin, denn wir nahmen an, wir hätten nun wieder Ruhe. Was inzwischen in der Stadt geschehen war, wußten wir ja nicht. Dort hatten die Faschisten sämtliche jüdischen Geschäfte zerstört. Nach eine halben Stunde kamen die Faschisten wieder, grölten in übelster Weise und warfen mit Steinen gegen die Rolläden. Nun wußten wir, daß es diese Nacht keine Ruhe geben wird: Die Polizei steckte mit den Nazis unter einer Decke. Das war uns jetzt klar geworden. Nach 24 Uhr kam der richtige Zerstörungstrupp der Braunen. Sie hatten Hämmer und Brecheisen bei sich. Damit schlugen sie alles entzwei und brachen sämtliche Türen auf. Herrn und Frau Wachtel schloß ich in den Keller ein. Ich sagte: >Halten Sie sich ganz ruhig.< Als aber die Nazis grölten: >Wo sind die Judenschweine? Die schlagen wir tot, euch Judenfreunde auch!< da stiegen Wachtels aus dem Kellerfenster und versteckten sich im Garten. Ungefähr um 2.30 Uhr rückten die Nazis wieder ab. Das schien der letzte Trupp gewesen zu sein. Wachtels kamen zurück. Ich ging mit ihnen in die Wohnung. Es ist unbeschreiblich, wie die Faschisten gehaust hatten: In der Küche lag die Butter zertreten, und die Marmelade klebte an den Wänden. Alles war zerschlagen. Im Wohnzimmer war die Platte vom Schreibtisch abgerissen worden, das große Büfett war umgekippt, der ganze Inhalt, das Telefon und andere Sachen lagen zerstört auf der Straße. Die großen Spiegelscheiben waren zertrümmert. Die Kassette mit dem Geld, die Herr Wachtel im Kleiderschrank aufbewahrte, war gestohlen.“ Hermann Fräßdorf endete seinen Bericht im Zerbster Heimatkalender damals mit den Worten „Denkt daran, wohin ein solcher Rassenhaß uns alle führte!“
Auch Denny Friedmann wurde Opfer des Rassenwahns. Im Jahr 2025 würde er 84 Jahre alt werden. Ein Stein im Gehwegpflaster am nördlichen Ender der Wolfsbrücke erinnert an ihn. Jahrgang 1941. Im Jahr nach seiner Geburt wurde er zuerst nach Warschau deportiert und im Juli 1942 in Treblinka ermordet. An dem Stolperstein mit seinem Namen wird der Weg des Gedenkens am kommenden Montag Station machen. Ihm und vielen weiteren ehemaligen Zerbstern gilt das Gedenken. Ihre Geschichte mahnt zu einem offenen und toleranten Miteinander.
Start: Museum der Stadt Zerbst
Zeit:Montag, 27. Januar um 16 Uhr
21. Nov. 2024
Fast alle Stühle im Faschsaal in Zerbst waren besetzt, etwa 60 Personen kamen, um die Lesung des Investigativreporters Marcus Bensmann vom Recherchekollektiv CORRECTIV zu erleben. Eindringlich war seine Warnung vor der völkischen rechtsnationalen Politik der AFD, die darauf abzielt, die Demokratie in Deutschland zu destabilisieren. Sein Buch behandelt das rechtsextreme Geheimtreffen in einer Villa in Potsdam vor einem Jahr, an dem AFD-Funktionäre auch aus Sachsen-Anhalt beteiligt waren. Infolge der CORRECTIV Enthüllungen der skandalösen Überlegungen zur millionenfachen „Remigration“ von Menschen ohne deutschen Pass sowie von „nicht-assimilierten Staatsbürgern“ aus Deutschland kam es im ganzen Land zu großen Demonstrationen gegen die rechtsextremen Pläne. Marcus Bensmann legte vor dem interessierten Publikum überzeugend dar, wie die Verbindungen der Partei in rechtsextreme Vorfeldorganisationen wie die Identitäre Bewegung oder das „Institut für Staatspolitik“ von Götz Kubitscheck in Schnellroda funktionieren. Begriffe wie „Remigration“ sollen im gesellschaftlichen Diskurs verankert werden, um die massenhafte Vertreibung von Menschen zu verschleiern.
Im Gespräch mit Moderator Lars Johansen wurden einzelne Aspekte weiter vertieft. Anschließend bestand für das Publikum die Möglichkeit Fragen zu stellen, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.
Das große Interesse zeigt auch der von der Buchhandlung Gast organisierte Büchertische, der am Ende des Abends ganz leer war. Marcus Bensmann war mit dem Signieren der Bücher sehr beschäftigt.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Aufklärung und Dialog im Engagement gegen rechtsextremistische Strömungen sind. Sie war ein starkes Plädoyer für den Schutz unserer demokratischen Werte und forderte alle auf, sich dafür einzusetzen.
08. Nov. 2024
Am Vorabend des Pogromgedenktages lädt das Zerbster Bündnis für Demokratie gemeinsam mit dem Museum der Stadt Zerbst am Freitag, dem 8. November, zu einem Gedenk- und Gesprächsabend ein.
Bei selbst zubereiteten Schabbat-Speisen hören die Teilnehmenden einen Vortrag der Historikerin und Leiterin des Museums Agnes-Almuth Griesbach über jüdisches Leben in Zerbst von den Anfängen bis zur Vertreibung und Ermordung auch der Zerbster Juden durch die Nationalsozialisten. Im Mittelpunkt stehen jüdisch-christliche Gemeinsamkeiten und das Thema Toleranz, das gerade in diesen Tagen von bedrückender Aktualität ist. Im anschließenden Austausch geht es unter anderem um die Auswirkungen, die die Ermordung der Juden auch in Zerbst bis heute hat und damit um die Verantwortung, die sich aus diesem Kapitel deutscher Geschichte für unser Handeln ergibt.
Ort: Museum der Stadt Zerbst
Zeit: Freitag, 8.November 2024 18 Uhr
07. Juni 2024
Das Zerbster Bündnis für die Demokratie steigt am Freitag in den Endspurt für die Wahl am 9. Juni ein. Am Freitag den 7.6. von 14 - 16 Uhr sind wir auf der Alten Brücke in Zerbst und wollen dort zur Wahl demokratischer Parteien aufrufen. Kommt gerne vorbei und unterstützt uns.
Das WahlEssen auf der Alten Brücke war ein toller Auftakt für unser Bündnis! Viele Leute kamen miteinander ins Gespräch über die bevorstehenden Wahlen und ihre Bedeutung für die Demokratie. Danke an alle, die Essen und Getränke mitgebracht haben! Und danke an alle, die vorbeigekommen sind und mitdiskutiert haben!